fit im homeoffice ergonomisch sitzen ergonomie

Fit im Homeoffice – Ergonomisch Sitzen

Fit im Homeoffice – Ergonomisch Sitzen

Nach fast zwei Jahren Homeoffice machen sich langsam aber sicher die ergonomischen Nachteile des spontan umfunktionierten Küchenstuhls bemerkbar. Der Küchenstuhl, der bei diversen Dinnerabenden so bequem schien und zum versacken einlud, sorgt nun für Rückenschmerzen und im schlimmsten Fall sogar für bleibende Schäden. Doch wie erkenne ich die passende Ergonomie meines Stuhls und worauf ist beim Kauf und Einstellen eines Bürostuhls zu achten?

Ergonomie bedeutet den Arbeitsplatz menschengerecht zu gestalten. Die beruflichen Tätigkeiten sollen unterstützt und Belastungen minimiert werden. Im Idealfall wird durch dieses Zusammenspiel der Arbeitsablauf weiter optimiert. Eine ganz entscheidende Rolle bei der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung spielt der Bürostuhl. Wie umfangreich die Folgen von schlechter Sitzhaltung sein können, zeigt eine Studie der DAK. Dabei ist nicht nur die Haltung betroffen, sondern, das gesamte Körpersystem. Durch krummes Sitzen werden die Verdauungsorgane und die Lunge eingeklemmt, die Organe verlangsamen ihre Funktion, dies führt zu erhöhter Müdigkeit und Verdauungsproblemen. Folgen können bis zum erhöhten Infektionsrisiko führen.
Die Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems machen den Großteil der Arbeitsverletzungen im Homeoffice aus. Durch schlechte Haltung bildet sich ein Rundrücken. Folgen sind Rücken- und Nackenschmerzen, bis hin zu Bandscheibenvorfällen.

Ergonomie erkennen und umsetzen – die Checkliste

Für die richtige Sitzposition haben wir eine Checkliste erstellt, mit der ihr eure Haltung prüfen und sofort verbessern könnte.

  • Setzt euch möglichst aufrecht hin. 
  • Nutzt die gesamte Sitzfläche des Stuhls.
  • Euer Rücken sollte beim Sitzen auf der Rückenlehne spürbar aufliegen.
  • Eure Füße stehen gerade auf dem Boden.
  • Unter- und Oberschenkel bilden beim Sitzen einen 90-Grad-Winkel (oder mehr).
  • Das Becken leicht nach vorne kippen, um natürliche Doppel-S-Position einzunehmen.
  • Unter- und Oberarme bilden einen 90-Grad-Winkel beim Ablegen auf der Tischplatte.

Die so eingenommene Position wirkt erstmal statisch, ähnlich drapiert wie bei einer Marionette. Doch wir bezeichnen diese Position mal als „Ausgangshaltung“ von der aus ihr dynamisch agieren sollt. Denn wirklich gut sitzt man nur wenn man nicht statisch sitzt, sondern sich immer wieder bewegt. Welche Bewegungen den Körper wieder aufwecken, haben wir euch hier gezeigt.

In der unten aufgeführten kleinen Auswahl an Möglichkeiten findet ihr ideale Begleiter für das Homeoffice.

Ergonomischer Hocker

Der wohl wichtigste Vorteil eines Hockers ist offensichtlich: Er ist klein. So handlich und klein, dass er bei Nichtgebrauch unter dem Tisch verschwindet und so nicht im Weg rumsteht oder die Ästhetik des Raumes beeinflusst.
Der Swopper  ist ein 3D-Hocker, das heißt er ist in alle Richtungen beweglich. Diese Funktion hält dich immer in Bewegung, eine statische Sitzposition ist fast unmöglich. Das freut deine Wirbelsäule und am Ende des Tages auch dich!

Always got your back – Der Schreibtischstuhl

Für mehr Unterstützung im Wirbelsäulenbereich ist der Schreibtischstuhl der ideale Weg Begleiter. Zu achten ist beim Kauf besonders auf eine höhenverstellbare Rückenlehne, denn jeder Rücken ist anders, nur mit individueller Einstellung kann man den idealen Schreibtischstuhl finden.
Ebenso ist auf die Lordosenstütze zu achten. Als Lordose bezeichnen Mediziner den unteren Bereich der Wirbelsäule, der nach vorne gebogen ist. Diese natürliche Krümmung sollte vom Stuhl durch eine einstellbare Wölbung unterstützt werden.
Die Einstellung der Sitzhöhe sollte mithilfe unserer Checkliste kein Problem sein. Durch ein Sitzgelenk ist der Schreibtischstuhl in alle Richtungen kippbar und fördert so die Beweglichkeit der Muskulatur. Achtet beim Kauf eines Schreibtischstuhls auch unbedingt auf die Armlehnen. Die Armlehnen sind wichtig, um die Schulter- und Nackenmuskulatur zu entlasten. Sie verlängert die Tischkante und schafft so eine ergonomisch wertvolle Ablagefläche. Genau wie der Sitz und die Rückenlehne sollte auch sie individuell anpassbar sein.
Bei vielen modernen Bürodrehstühlen wird die eigentlich Funktion noch um eine Mechanikfunktion erweitert.
Wippmechanik heißt, dass Rückenlehne und der Sitz fest miteinander verbunden sind, beides kann synchron nach hinten kippen.

Bei der Permanentmechanik ist der Sitz fest, aber die Rückenlehne kann nach hinten wippen. Der Vorteil: Der Oberkörper wird in jeder Sitzhaltung gestützt, man sitzt weniger statisch und das beugt Müdigkeit vor.

Synchronmechanik: Sitz und Rückenlehne sind neigbar, dabei aber nicht fest miteinander verbunden. Das bedeutet: Wippt der Sitz nach hinten, dann neigt sich die Lehne, weniger stark, auch – Der Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkel vergrößert sich. Dadurch bewegt ihr eure Gelenke und der Körper wird besser durchblutet.

Damit ihr auch nicht vergesst, ergonomisch zu sitzen, haben wir euch die Checkliste Ergonomie hier noch als PDF zum ausdrucken eingebunden!

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